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Auf unserer Ratgeberseite erhalten Sie viele nützliche Tipps rund um Ihr Haustier und dessen Gesundheit.

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Unser Ratgeber rund ums Tier:
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11 Kommentare

  • Warum frisst meine Katze Gras, wenn sie es eh wieder ausspuckt?

    Gras dient sowohl bei Hunden als auch bei Katzen zur Magenbereinigung. Insbesonders bei Katzen werden dadurch die Fellanteile im Magen, die durch das Putzen dorthingelangt sind, zu einem Ballen geformt und dann ausgewürgt. Dies ist ein ganz natürlicher und normaler Vorgang.

  • Mein Hund frisst Pferdeäpfel – ist das schlimm?

    Wenn Ihr Hund GELEGENTLICH fremden Hunde- oder Pferdekot frisst ist dies nicht bedenklich. Grundsätzlich ist dies ein Anzeichen auf einen Nähstoffmangel, den der Hund hofft über die Aufnahme des anderen Kots ausgleichen zu können. Allerdings können im Kot auch immer Erreger enthalten sein, die zu Problemen führen.

    Wenn Ihr Hund fremden Kot frisst, so sollten Sie sich Gedanken über die Ernährung machen, da der Nährstoffmangel meistens durch unausgeglichene Ernährung entsteht. Stellen Sie auf eine hochwertige Nahrung um und beobachten Sie das Verhalten. Frisst der Hund weiterhin fremden Kot, sollten Sie unbedingt Ihren Tierarzt aufsuchen um herauszufinden, welche Nähstoffe dem Tier fehlen und warum.

  • Trockenfutter reinigt die Zähne – stimmt das?

    NEIN! Wenn dem so wäre, dann müssten die Tierpfleger im Zoo bei den Fleischfressern permanent die Zähne der Tiere reinigen, weil es dort kein Trockenfutter gibt. Gleiches gilt auch für Fleischfresser in der freien Natur, auch die benötigen keine Zahnbürste obwohl sie KEIN Trockenfutter fressen sondern Beutetiere.

    Die Zahnreinigung erfolgt über zwei Wege:
    Zum Einen durch die mechanische Reinigung, also den Abrieb durch kauen auf etwas Hartem, aber Hauptverantwortlich für die Zahnreinigung ist der richtige PH-Wert (Säure-Basenhaushalt) im Speichel. Dieser reinigt die Zähne. Der richtige PH-Wert entsteht ganz natürlich durch eine artgerechte Ernährung und der Speichel durch Freude aufs Fressen und Bewegung.

    Daher empfehlen wir zur Zahnreinigung eine artgerechte Ernährung, wodurch der optimale PH-Wert und die Fresslust entsteht sowie die artgerechte Bewegung um die Speichelproduktion anzuregen.

  • Wie häufig soll ich das Futter wechseln?

    Hier gibt es einen Unterschied zwischen Hunden und Katzen.
    Bei Hunden müssen Sie die Geschmacksrichtung bei einem ausgewogenen Futter nicht wechseln – wozu auch, wenn es ihm schmeckt?
    Unser eigener Hund hat 9 Monate die gleiche Sorte bekommen und würde diese auch heute noch fressen. Wir als Tierhalter wollten nur mal etwas anderes ausprobieren.

    Bei der Katze sieht es etwas anders aus. Katzen sind sehr wählerisch und verlangen Abwechslung. Bei unseren Katzen wechseln wir alle paar Tage zwischen zwei verschiedenen Geschmacksrichtungen.

    Sowohl bei unserem Hund als auch bei unseren Katzen sind die Näpfe hinterher blitzblank leer.

  • Unser Nassfutter stinkt, was kann ich tun?

    Ein artgerechtes Futter für Hunde und Katzen besteht haupsächlich aus Fleisch und genau danach sollte es auch riechen. Wenn das Nassfutter „stinkt“ sollten Sie unbedingt den Fleischanteil überprüfen. In vielen Fällen liegt dieser nur bei ca. 4 %, was zum Einen für einen Fleischfresser viel zu wenig ist und zum Anderen die restlichen 96 % irgendwie aufgefüllt werden müssen. Dabei werden dann oft Zutaten verwendet, die einen sehr unangenehmen Geruch verursachen.

    Ganz intensiv wird es, wenn Sie das Nassfutter erhitzen. Eine schlechte Qualität stinkt nach dem Erhitzen noch stärker und ein hochwertiges Nassfutter mit hohem Fleischanteil wird Sie eher an Ihren Sonntagsbraten erinnern, weil warmes Fleisch noch mehr nach Fleisch riecht.

  • Soll ich zum Tierarzt oder zum Tierheilpraktiker gehen?

    Die optimale Antwort lautet: UND!
    Das Gebiet der Medizin ist sehr groß und daher ist es nahezu unmöglich beide Wissensbereiche alleine abzudecken. Eine Kooperation zwischen dem Arzt und dem Heilpraktiker die ideale Behandlung.

  • Worauf muss ich bei der Ernährung achten?

    Eine sehr komplexe Frage, da es hierbei vieles zu beachten gibt (Hund oder Katze, welche Rasse, wie Alt, eventuelle Erkrankungen, Agilität, …).

    Grundsätzlich sind sowohl Hunde als auch Katzen Carnivore, also Fleischschlinger. Daraus geht schon hervor, dass der Hauptbestandteil Fleisch (NICHT FLEISCHMEHL !!) sein muss. Es gibt allerdings Erkrankungen, bei denen die tiersichen Proteine reduziert werden müssen (z. B. Niereninsufizienz). Allerdings ist es gerade hier noch wichtiger, dass die verwendeten Proteine hochwertig sind, als tierische Proteine und keine pflanzlichen.

    Bei einem gesunden Hund sollte der Gesamtfleischanteil bei 50 – 70 % liegen. Der Rest sollte dann aus Kohlehydraten und Gemüse bestehen.

    Bei einer gesunden Katze liegt der benötigte Fleischanteil noch wesentlich höher. Dieser sollte deutlich über 90 % liegen.

    Die Fleischarten sollten sich aus ca. 80 % Muskelfleisch und 20 % Innereinen bestehen.

    Weitere Informationen zu diesem Thema erhalten Sie an unseren Vorträgen oder gerne in einer persönlichen und individuellen Beratung.

  • Mein Hundefutter enthält über 90 % Fleisch – ist das zuviel?

    Glückwunsch, Sie haben scheinbar ein sehr gutes Hundefutter gefunden.
    In diesem Fall handelt es sich vermutlich um ein sogenanntes Baukastensystem. Das bedeutet, Sie sollten das Futter mit Kohlehydraten anreichern, also zum Beispiel mit Kartoffeln, (Milch-) Reis, Nudeln, Haferflocken. Je nach Zustand und Agilität des Hundes.

    Dieses Baukastensystem hat sehr große Vorteile:
    Jeder Hund kann auch mal krank werden oder wird älter, wodurch sich die optimale Zusammensetzung der Nahrung verändert. Bei einem Baukastensystem können Sie dies problemlos anpassen, während bei einem kompletten Futter Sie die Marke wechseln müssten, was unter Umständen wieder zu Umstellungsproblemen führen kann.

  • Mein Hund hat eine Glutenallergie – darf er gar kein Getreide mehr fressen?

    Eine sogenannte Glutenallergie ist heutzutage sehr weit verbreitet – nicht nur bei den Hunden. Gluten ist der Klebstoff im Getreide und somit in jeder Getreidesorte vorhanden. Das Problem wird nicht durch den Sammelbegriff Gluten ausgelöst, sondern nach heutigem Wissensstand durch die Gruppe der Gliadien, die der Hauptgruppe der Prolamine angehört. Somit sind bestimmte Getreidesorten wie Reis und spezielle (sehr teure) Haferflocken als unbedenklich anzusehen.

  • Warum soll ich auf Massentierhaltungsfleisch verzichten?

    Vielen Dank für diese Frage, die von vielen sehr kritisch betrachtet wird, weil viele Menschen in Ihrer eigenen Nahrung die Problematik der Massentierhaltung auch nicht erkennen möchten.

    Bei der Massentierhaltung geht es in erster Linie um den schnellen Provit. Das Bedeutet, dass die Schlachttiere in der Regel nicht artgerecht gehalten werden und möglichst nie krank werden dürfen, aber sehr schnell Gewicht zunehmen müssen, weil das Schlachtfleisch nach Gewicht bezahlt wird. Daher werden die Schlachttiere in der Massentierhaltung in der Regel mit Hormonen behandelt um einen hohen Fleischanteil in kurzer Zeit zu erreichen und erhalten pauschal Antibiotika über das Futter um Krankheiten zu unterdrücken. Diese Stoffe verbleiben auch hinterher im Fleisch und somit im Tierfutter. Die Auswirkungen sind oftmals gravierend, weil unsere Hunde und Katzen dadurch bereits kontinuierlich eine bestimmte Menge Antibiotika aufnehmen und somit im Behandlungsfall die Therapie erschweren, weil das dann benötigte Antibiotika teilweise keine ausreichende Wirkung mehr zeigt.

    Alleine aus Tierschutzgründen (die Schlachttiere sind auch Tiere!) sollte man daher auf Fleisch aus der Massentierhaltung verzichten.

  • Macht spezielles Welpen- und Seniorenfutter wirklich Sinn?

    Ein Welpe ist noch im Wachstum ein Senior ist in der Regel wesentlich ruhiger. daraus ergibt sich, dass die Tiere auch in Abhängigkeit des Alters einen unterschiedlichen Nährstoffbedarf haben. Allerdings sind in vielen Welpennahrungen Wachstumsförderer enthalten, die dann später zu Problemen führen können. Ich würde daher nicht empfehlen jedesmall die Futtersorte zu wechseln, weil Sie dann auch im Krankheitsfall das Futter wecheln müssten.
    Es ist wesentlich einfacher und sinnvoller von Anfang an ein hochwertiges Nassfutter zu verwenden und den Energiebedarf über die Zugabe von Kohlehydrate zu steuern. So haben Sie ein Leben lang ein Futter und umgehen die Futterumstellung, welche sich immer auch auf den Darm auswirkt.
    Die Fleischmenge beim Welpen wird am zu erwartenden Gewicht als Ausgewachsener berechnet, aber auf mehrere Mahlzeiten pro Tag aufgeteilt.

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