Fleisch frisst die Welt (auf)

Vor wenigen Jahrzehnten hatte Fleisch noch einen Wert. Damals war der Sonntagsbraten der Höhepunkt der ganzen Woche. Wenn der Duft aus der Küche kam, lief der ganzen Familie noch das Wasser im Mund zusammen und andächtig und voller Achtung wurde der Braten zelebriert.

Und heute? Heute beklagt sich die Masse der Menschheit, wenn Tierschützer, Umweltschützer, Ärzte und Ernährungsberater EINEN fleischfreien Tag in der Woche empfehlen.

Wir sind fast alle der Fleischsucht verfallen und diejenigen, die diesem von der Industrie erzeugten „Suchtmittel“ widerstehen, werden belächelt und als mangelernährt abgestempelt, obwohl die meisten „Zivilisationskrankheiten“ mittlerweile mit dem Fleischkonsum eindeutig in Verbindung gebracht werden können.

Als Ernährungsberater für Hunde und Katzen erläutere ich den Tierhaltern
unter anderem, wie wichtig tierische Proteine für Ihren Liebling sind, weil
Hunde und insbesondere Katzen schon immer Fleischfresser waren und es
auch heute noch sind. Dieses gilt jedoch nicht für uns Menschen.

Für 1 kg Fleisch werden 16 kg Getreide und Soja benötigt sowie 20.000 Liter Trinkwasser.
Würden wir Menschen nur an einem einzigen Tag in der Woche auf Fleisch (dazu gehört auch Wurst!) verzichten, würde es vielen Menschen in den ausgebeuteten Ländern dieser Welt besser gehen und viele Kinder dort könnten überleben.

Wenn Fleisch nicht mehr zu Dumpingpreisen verschleudert werden würde, hätte Fleisch auch wieder einen Wert und somit auch die betroffenen Nutztiere.

Wir müssen verstehen lernen, dass alle Lebewesen egal ob Nutztier, Haustier, Wildtier oder Mensch zu achten sind.

Wir müssen nicht wieder zurück in die Zeit der Pferdekutschen und Morsenachrichten – obwohl dies gewissermaßen eine angenehme Vorstellung wäre. Wir können weiterhin mit Autos und öffentlichen Verkehrsmitteln fahren und Nachrichten per E-Mail versenden. Wir müssen unseren Luxus nicht ganz aufgeben, sondern ihn schätzen lernen. Wir müssen lediglich begreifen, dass unser Handeln Konsequenzen für alle hat und „weniger“ mehr ist.

Reduzieren Sie Ihren Fleischkonsum und erfreuen Sie sich wieder an wirklich hochwertigen Lebensmitteln und meiden Sie jegliche Produkte aus der Intensivtierhaltung. Wenn wir so weiterleben, ist der Umweltkollaps nicht aufzuhalten. Zudem verursachen Nutztiere aus der Massentierhaltung bei uns Menschen Krankheiten, sowie irreparable Umweltschäden, zum Beispiel die Zerstörung der Regenwälder aufgrund der Futterherstellung.

Denken Sie um – noch heute – und retten Sie Ihre Gesundheit, die Ihrer Kinder und die Umwelt und verbessern Sie durch bewussten Konsum die Haltung der Nutztiere, damit es auf der Erde noch weitergeht. Freuen Sie sich auf ein altes / neues Genussgefühl.